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Wahrhaftigkeit. Mit welchem Bewusstsein wir Realität erschaffen

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Claus Janew

 Handbuch zur Selbstbefreiung


"Dieses Buch ist wie ein Koffer mit edlem Werkzeug. Sie können ihn in die Ecke stellen und bei Bedarf hervor nehmen, doch sein wahrer Wert zeigt sich erst, wenn Sie das Werkzeug einsetzen. Dann lernen Sie mit ihm und Ihrer Freude daran unvorstellbare Fähigkeiten und Kreativität in Ihrem Leben zu verwirklichen und zu einem 'wahren Menschen' zu werden." 
Kurt Folwill, Oldenburg

"Die 'Wahrhaftigkeit' ersetzt den Psychologen, ist sogar noch besser, jedenfalls für mich! Keine Wartezeit, schnell zur Hand (praktisches Format), egal wann und wo: Kurze, effektive Ratschläge und Tipps für jegliche Lebensumstände (Angst, Enttäuschung, Blockaden, sein wahres Ich finden usw.), um das seelische Wohlbefinden wieder herzustellen. Wer mehr über das Warum wissen möchte, findet ebenfalls Antworten. Beim weiteren Vertiefen in die Lektüre taucht man ohne Probleme in die interessante Philosophie des Autors ein, leicht verständlich geschrieben, durch Illustrationen gut veranschaulicht." 
Ulrike M., Leipzig

Sind Sie eines Gute-Laun-Zwangs überdrüssig und wollen Ihre Probleme wirklich lösen? In dieser ungewöhnlichen Kombination von bodenständiger Lebenspraxis und magisch anmutender Kreativität stehen Echtheit und Ernsthaftigkeit im Vordergrund, während Sie Neues über Liebe, Vertrauen und höhere Harmonie erfahren. Die Kapitel von jeweils ein bis zwei Seiten bieten Ihnen hilfreiche philosophische, psychologische und spirituelle Einsichten und klammern auch "radikale" Ansätze nicht aus. Insbesondere wird das tägliche Leben von Wahrhaftigkeit mit der Möglichkeit verknüpft, sich eine bessere Realität bewusst zu erschaffen. Ein separater Abschnitt führt Sie darüber hinaus in ein neues Verständnis unseres Daseins ein.

Online lesen (mit Play Bücher)


Die nachträgliche Rechtfertigung von Entscheidungen

Die Gründe, die wir oft für unsere Entscheidungen angeben, sind oft weniger zwingend und rational, als wir denken - sie erscheinen nur so, weil wir sie im Nachhinein geschickt gewählt haben. Es ist ein Prozess, der uns helfen soll, unsere Entscheidungen sicherer und erklärbarer zu machen. Wir suchen nach Gründen, die unsere Wahl rückwirkend in eine kohärente Geschichte einfügen. Diese Geschichte wiederum gibt uns ein Gefühl von Sicherheit und Identität. Sie hilft uns, die gefühlte Verantwortung für unsere Entscheidung zu reduzieren, indem sie unsere Wahl als logisch, vernünftig und unausweichlich erscheinen lässt. Im Rückblick erscheinen die Alternativen sozusagen weiter voneinander entfernt.

Meinungen

Ich habe versucht zu verstehen, wie Menschen zu ihren Meinungen kommen. Reine Logik und Unvoreingenommenheit sind es jedenfalls selten – weitgehend unabhängig von der Intelligenz. Emotionen verzerren das Denken andauernd in die eine oder andere Richtung. Ängste um irgendetwas tun das ganz besonders. Oft unterschwellig, aber man kann es sehr wohl bemerken, wenn man darauf achtet. In Diskussionen sehe ich manchmal wie unter dem Mikroskop, wie jemand an einer ganz bestimmten Stelle nicht weiterdenkt, sondern immer wieder ins Angenehme abbiegt. Und natürlich soll der Anschein von Rationalität gewahrt werden.

Reichtum und Neid

Materieller Reichtum existiert nicht. Denn Reichtum wird immer empfunden. Sogar der Wert des Geistigen.

Der Materialist identifiziert sich mit seinem Besitz, der Lebenserfahrene braucht vielleicht gar keinen, und der Geistesforscher versteht womöglich nicht, was er damit soll. Alles kann tiefer oder oberflächlicher, direkter oder indirekter, mehr oder weniger mit unserer Seele harmonieren. Ja, Reichtum kann erlangt werden ganz ohne "Umwege" über äußere Ereignisse oder Errungenschaften: in meditativer Stille. Denn im Grunde haben wir ihn bereits. Wir müssen ihn nur neu entdecken.

Selbstverantwortung und Selbstbefreiung

Ihre Weltsicht mit allem Drum und Dran haben nur Sie allein, denn es ist das, was Sie als Individuum ausmacht. Jeder andere sieht die Dinge anders, ziemlich anders, wenn man ihn genau fragt, auch wenn Sie sich in manchen Punkten mit ihm treffen. Entsprechend individuell sind auch Ihre Beweggründe für alles, was Sie sich wünschen und was Sie tun. Zwar versuchen wir Gemeinsamkeiten zu finden und herauszustellen, um uns geborgen zu fühlen oder der gegenseitigen Hilfe zu versichern, doch im Grunde wissen wir, wie wenig wir wirklich teilen. Genaugenommen gar nichts. Oder wenn wir "teilen" wörtlich nehmen, im Sinn von "zerteilen", dann teilen wir    alles - nämlich in individuelle Perspektiven, einzigartige Daseinsweisen, ureigene Gefühlsnoten.