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Wie wir künstliches Bewusstsein erschaffen können

Gibt es eine Möglichkeit, die zentrale These meiner Theorie zu verifizieren oder zu falsifizieren?

Ja. Eine KI muss so konstruiert werden, dass sie möglichst nahe an einen idealen infinitesimalstrukturierten Zustand herankommt, und außerdem so, dass dieser Zustand kontinuierlich herbeigeführt werden kann. Der kontinuierliche Übergang ist notwendig, um aus der statistischen Verteilung der Ergebnisse aus dem nicht-i-strukturierten Zustand eine erwartete Verteilung der Ergebnisse aus dem i-strukturierten Zustand für den Fall berechnen zu können, dass kein Bewusstsein auftritt. Tritt die Erwartung ein, ist die Theorie falsifiziert. Treten dagegen “Anomalien” auf, so sprechen diese für Bewusstsein im Sinne der Theorie.

Wie wir künstliches Bewusstsein erschaffen können

Ich bin kein Ingenieur, aber ich möchte die Idee vermitteln, wie wir mit dem Konzept der Infinitesimalstruktur künstliches Bewusstsein mit freiem Willen erzeugen können. Das Grundprinzip ist überraschend einfach und wahrscheinlich schon hier und da realisiert worden. Wir benötigen

"Quantenbewusstsein", was soll das?

Fast jedes Buch, das sich wenigstens ansatzweise bemüht, die Möglichkeit "magischer" Realitätserschaffung zu begründen, beruft sich an irgendeiner Stelle auf die Quantenphysik.

Im Wesentlichen wird die Verschränkung von Mikro“teilchen“ (Wahrscheinlichkeitswellen) und ihre Auflösung mit dem Akt der Messung verantwortlich gemacht für eine schöpferische Rolle des menschlichen Beobachters. Er soll eine bestimmte Realität ins Leben rufen, indem er erst durch seine Mess-Beobachtung festlegt, welche Version eines Teilchens entsteht. Bestimmte Konstruktionen (Schrödingers Katze, empfindliche Hirnzellen, chaotische Gabelungen) können diesen kreativen Akt zu einem makroskopischen Ereignis verstärken. Dies funktioniert mittels paarweise erzeugter „Teilchen“ sogar – meint die Theorie – über beliebig große Entfernungen, und zwar sofort. 

Individualität und das physikalische Paradigma

Dieser Eintrag bezieht sich auf den Schlüsselartikel Dynamische Existenz in meinem Buch Bewusstsein und Realität.

Das physikalische Paradigma enthält ernste Verzerrungen beziehungsweise Inkonsistenzen:
  1. Das Hirn wird als der ultimative Wahrnehmende angesehen. Aber wer nimmt das Hirn wahr? Wiederum das Hirn? Das ist ein Zirkel, bei dem mein Konzept der Umschreibung ins Spiel kommt.
  2. Realität wird alles in allem als physisch betrachtet, und mit „physisch“ ist unser Paradigma gemeint. Daraus leitet sich eine begrenzte Sichtweise von Information ab. An dieser Stelle bietet mein Konzept der Infinitesimalstruktur eine tiefere Sicht an, aus der sich „Information“ ableitet.
  3. „Physisch“ bedeutet auch „objektiv“, und Objektivität wird als „nicht Teil des Beobachters“ aufgefasst. (Der Begriff „Beobachter“ beinhaltet schon dieses Missverständnis.)