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Was ist Wahrheit?

Wahrheit ist ein umstrittener Begriff. Die einen streiten ihre Existenz grundsätzlich ab - was an sich schon wieder eine Wahrheit wäre. Die anderen sehen sie in einem grundlegenden Glauben, nennen sie "Wissen" und verstehen kaum, warum andere sie zu übersehen scheinen. Aber dass es einen Unterschied geben kann zwischen dem, was man sagt, glaubt und weiß, verstehen alle. Auch was davon Vorrang hat, falls es darauf ankommt.

Ankommt worauf?

Bewusstsein als I-Struktur. Das Spiel der Unendlichkeiten

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Claus Janew

Skeptische Fragen, Überraschende Antworten


„Toller Lesestoff. Danke, dass Sie Ihre Arbeit dem allgemeinen Bewusstsein zugänglich gemacht haben. Ich schätze sie sehr.“ 
Dr. Marcel P. Londt, Südafrika

„Ich bin beeindruckt vom Umfang Ihres interdisziplinären Ansatzes. Es sind einige große philosophische Konzepte, die Sie sehr gut zu einem notwendigen System der Realität verweben: Potential, das Eine und das Viele, ständige Veränderung, die Wirklichkeit und Einzigartigkeit von traumartiger Erfahrung und dem Ganzen, wechselseitige Abhängigkeit, Unendlichkeit, die Bedeutung von Gegensätzen und vieles mehr. Die Kombination dieser Ideen kann keinem anderen klassischen oder modernen Denker, den ich kenne, zugeschrieben werden. Ich danke Ihnen für Ihre Aufklärung.“ 
E. W. Ralph, Großbritannien

Kann man Bewusstsein, Realität, Gewahrsein und freien Willen auf ein einziges Grundmuster zurückführen? Ohne etwas von ihnen aufzugeben? Dieser Dialog begründet Bewusstsein und Entscheidungsfreiheit mit einem neuen Realitätskonzept, das auch das Unendliche einbezieht, soweit wir es verstehen. Bereits die einfachste Unterscheidung beinhaltet Bewusstsein. Sie ist nicht statisch, sondern ein ständiger Perspektivenwechsel. Aus ihrer Ganzheit und Bewegung aber entsteht Wahlfreiheit, die mehr ist als umgedeutete Notwendigkeit und Unvorhersagbarkeit.  Die Einheit und Offenheit des Unendlichen ermöglicht dem Individuum kreativ zu sein, während diese Kreativität mittelbar und unmittelbar in alle anderen Individuen eingeht, ohne sie zu behindern. 

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Die Erschaffung der Realität

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Claus Janew

Das umfassende Weltbild


"Claus Janew's Unternehmen, geistige Vorgänge und Abläufe, die wir nicht immer mit unseren äußeren Sinnen analysieren, erkennen oder verfolgen können, aufs Papier zu bringen und besonders die Tiefe, mit der er das Thema behandelt, sind schlicht bewundernswert." 
Ingomar Doering, USA

"Noch immer bin ich begeistert von Ihrer Ausdrucksweise... Danke für Ihr unermüdliches Bemühen, die Menschen auf ihr eigentliches Bewusstseinspotential hinzuweisen." 
N.F., Österreich

"Es ist erstaunlich, wie allein der Versuch, diese Zusammenhänge verstandesmäßig zu begreifen, das Bewusstsein erweitern kann." 
F. K., Nordrhein-Westfalen

"Immer wieder schlage ich es auf, lese Passagen, Kapitel nochmals und folge Ihren Gedanken, lächle, danke Ihnen innerlich, dass Sie es geschrieben haben, Jahre damit zubrachten Worte und Wege dafür zu finden, und erkenne in allem die perfekte Lösung..." 
C. I. M., Bayern

Warum existieren wir? Erschaffen tatsächlich wir die Realität? Worin wurzelt unser Wesen? Welche Freiheiten haben wir? Was verbindet uns intelligent miteinander? Was ist Zeit? Was genau ist von uns unsterblich? Wenn Sie Traditionskult und Oberflächlichkeit satt haben, Ihnen tiefes Denken Erfüllung bringt und Sie von Philosophie auch praktische Einsichten erwarten, dann lesen Sie jetzt "Die Erschaffung der Realität".

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Die nachträgliche Rechtfertigung von Entscheidungen

Die Gründe, die wir oft für unsere Entscheidungen angeben, sind oft weniger zwingend und rational, als wir denken - sie erscheinen nur so, weil wir sie im Nachhinein geschickt gewählt haben. Es ist ein Prozess, der uns helfen soll, unsere Entscheidungen sicherer und erklärbarer zu machen. Wir suchen nach Gründen, die unsere Wahl rückwirkend in eine kohärente Geschichte einfügen. Diese Geschichte wiederum gibt uns ein Gefühl von Sicherheit und Identität. Sie hilft uns, die gefühlte Verantwortung für unsere Entscheidung zu reduzieren, indem sie unsere Wahl als logisch, vernünftig und unausweichlich erscheinen lässt. Im Rückblick erscheinen die Alternativen sozusagen weiter voneinander entfernt.

Bewusstsein und Realität. Warum wir einen Freien Willen haben

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Claus Janew

Einführende Artikel und Essays


Die Frage, ob wir einen freien Willen haben, können wir nicht beantworten, indem wir sie umdeuten, sondern nur, indem wir ein erweitertes Verständnis von Bewusstsein und Realität entwickeln. Dieses Buch vereint die meistgelesenen Texte des Autors.

Allgegenwärtiges Bewusstsein und Freier Wille
beschreibt ausführlich die neue Lösung für das Problem der Entscheidungsfreiheit.

Spirituelle Erlebnisse - eine Frage der Beweisbarkeit?
zeigt an diesem Beispiel, wie wir unsere Realität stabilisieren.

Das Selbst, die Leere und das Gewahrsein
erklärt, warum unser Selbst mehr und keineswegs weniger ist als wir glauben.

Die Erschaffung der Realität
ist eine gekürzte Fassung des gleichnamigen Buches und entwickelt eine neue Metaphysik der Selbstverwirklichung.

Dynamische Existenz
legt mit geschärften Argumenten dar, wie unvermeidliche Individualität und gemeinsame Realität wirklich zusammenpassen.

Individualität und das physikalische Paradigma
Laws of Form: Warum Spencer-Brown etwas daneben liegt
Radikaler Konstruktivismus - ein Hohlkörper?

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Wechsel und Näherung: Anmerkungen zu den Grundlagen des Bewusstseins

Dies ist eine Sammlung bisher unveröffentlichter Überlegungen zu den strukturellen Bedingungen von Bewusstsein, Handlung und Wahrnehmung. Im Zentrum steht das Konzept der Infinitesimalstruktur - ein theoretischer Rahmen, der darauf abzielt, Determiniertheit und Unbestimmtheit in Entscheidungsprozessen und Wahrnehmungserfahrungen miteinander in Einklang zu bringen. Aufbauend auf meinem Hauptwerk Die Erschaffung der Realität gehe ich davon aus, dass Bewusstsein durch dynamische Prozesse der Verdichtung, der Näherungsbildung und des Wechsels entsteht.

Unterschiede der Philosophie von Claus Janew zur Phänomenologie von Edmund Husserl

Edmund Husserls phänomenologische Beschreibungen* weisen viele Ähnlichkeiten zu meinen eigenen Überlegungen auf, beispielsweise wenn er von einem "Hof" (Halo), einem "Erlebnishorizont" (Gewahrsein) oder einem "zentralen Einheitspunkt" (neutraler Mittelpunkt) spricht. Dennoch treibt er die Allgegenwart der Mittelpunkt-Peripherie-Struktur nicht konsequent zur Infinitesimalstruktur weiter.

Wahrheit, Harmonie und freier Wille

Der Kanal des Realitätstrichters fasst den Wechsel der weniger bewussten Standpunkte "perspektivisch" zusammen. Doch wenn sie dort nicht nur umherspringen, wirken sie auch enger aufeinander zurück und sind stellenweise zu Kernen gewickelt, die viele Perspektiven harmonisch verbinden. (Ohne Harmonie fielen sie wieder auseinander.)

So ein vergleichsweise harmonischer Kern wie zum Beispiel unser inneres Selbst kann unser Gewahrsein (I) zusammenhalten, und von ihm gehen wahrscheinlich umfassender harmonierende Denk- und Handlungsimpulse aus als von den Anpassungsrollen unseres kleinen Egos. Andererseits kann dieses Ego mit alltäglichen Situationen oft besser umgehen. Deshalb widmen sich am besten beide ihrem jeweils eigenen Thema und profitieren nur von der Fertigkeit des anderen. Eine solche Harmonie können wir fühlen wie ein schönes Konzert. Liegt das Ego stattdessen einmal ganz auf der Linie des inneren Selbst, kann man zwar von Einheit sprechen, aber kaum von Harmonie: Die Verbindung ist zu starr und das Duett wahrscheinlich kurz.

Gibt es eine beständige Realität?

Wenn wir nur im ständigen Wechsel des Blickwinkels existieren können (sensorisch, psychisch, geistig) und dies sinngemäß für jeden beliebigen Wirkungsort gelten muss (Kaum hat's gewirkt, ist es anders), wie entsteht dann Stabilität, also Gleichbleibendes?

Natürlich durch Wiederholung des Wechsels: des Gedankens, der Betrachtungsweise, der gegenseitigen Bestätigung, der Wirkung. Ganz genau kann der Wechsel freilich nur einen unendlich kurzen Moment wiederholt werden, dann muss er bereits über die Wiederholung hinausreichen, um sich nicht selbst aufzuheben. Das heißt, er verändert sich insgesamt und bleibt dadurch offen. Doch zur Stabilisierung genügt schon annähernde Wiederholung. So glauben wir beispielsweise lange annähernd das Gleiche.

All-das-was-ist (Gewahrsein II)

Wenn jede Perspektive individuell ist und wenn Strukturen nur durch umschreibende Wechsel entstehen, dann kann Wechsel nicht auf das Gewahrsein (I) eines Menschen beschränkt sein. Vielmehr muss jeder beliebige Standpunkt, jeder Wirkungsort wechseln und aus Wechseln hervorgehen. (Letztlich ist es der Wechsel unendlich kleiner Punkte einer I-Struktur - definiert in Bewusstsein I).

Diese Konsequenz zieht weitere nach sich: 
  1. Wir müssen uns grundsätzlich in das individuelle Gewahrsein anderer Menschen (und sogar in nichtmenschliches) hinein­versetzen können. In der Tat fühlen wir uns ja in andere ein, könnten uns sonst nicht mit ihnen verständigen. Wir nähern uns ihren Standpunkten zumindest immer wieder an und unterhalten uns so mit Personen, die ihnen ähnlich sind. Würden wir uns vollständig hineinversetzen, wäre unser Bewusstsein schnell überfordert und müsste das meiste ins Unterbewusste verdrängen. 

Der Realitätstrichter (Bewusstsein II)

In Bewusstsein I haben wir die Bildung von I-Strukturen durch Umschreibung behandelt und in Gewahrsein I den Wechsel der Perspektive als solchen. Doch im Grunde ist beides ein und dasselbe.

Umschreibende Bewegung - Bewusstsein - ist natürlich ein Wechsel von individuellen Blickwinkeln. Und die Wahrnehmung eines Wechsels - Gewahrsein - umschreibt auch eine konstante Mitte. Der Unterschied zwischen betonter Umschreibung und betontem Wechsel liegt in der Dichte des umschriebenen Zentralbereichs. Bildet der umschreibende Wechsel (zum Beispiel zwischen Fassaden) ein Objekt aus (ein Haus), symbolisiert das inhaltlich dichte Zentrum dessen Einheit ("drin sein"). Wird der Wechsel mehr als solcher wahr­genommen, ist der Objektcharakter dünn ("Sind es mehrere Häuser oder eins?").

Das Maximum der Einheit liegt im intuitiven Mittelpunkt, während das Maximum des Wechsels im Wechsel selbst besteht. Das heißt, der Wechsel ist maßgebend und die Umschreibung abgeleitet. (Ohne Fassaden auch kein Drinnen.)

Bewusstsein (I) - was ist das?

Was auch immer Bewusstsein "ist" - es muss Struktur haben. Selbst Leere kann nur im Gegensatz zu Fülle definiert werden und Nichtdualität gegenüber Dualität (wie schon das Wort sagt). Oder es ist einfach "Mu". Und damit wäre dieses Buch - und alles sonst - zu Ende.

Ich schlage vor, wir lassen uns damit noch etwas Zeit und versuchen, von einem möglichst konkreten Bewusstsein auszugehen, von einem bewussten Gegenstand, sagen wir einem Wasserglas. Wir nehmen mit ihm etwas wahr, das wir von uns selbst unterscheiden. Aber wir unterscheiden es auch von seiner Umgebung (Tisch, Schrank, Zimmer) und bestimmen es im Vergleich mit anderen bekannten Dingen (Tisch, Tasse, Teller) zu dem, was es "ist". Das heißt, wir umschreiben sein Dasein mit Vergleichen. Ebenso stabilisiert es sich durch äußere und innere Wechselwirkungen (Eingießen und Trinken, molekulare Anziehung und Abstoßung).

Individualität und Realität

Ihre Individualität ist viel mehr als ein wenig Eigenart. Es ist eine Sicht, die nichts und niemand außer Ihnen hat. Denn sonst wäre es/er Sie selbst. Auch Sie haben Ihre Perspektive - sich selbst - schon im nächsten Moment verändert und können die Zeit nicht mehr zurückdrehen.

Der Bequemlichkeit halber verständigen wir uns auf "gemeinsame" Gegenstände, die angeblich jeder wahrnimmt, obwohl jeder aus seinem eigenen Winkel blickt. Wenn Sie sehen, wie ich einen Bleistift zu Ihnen über den Tisch rolle, glauben Sie vielleicht, es wäre derselbe Stift, den ich sehe. Doch ich sehe etwas völlig anderes als Sie. Es gibt nicht die geringste Übereinstimmung zwischen meiner Wahrnehmung und Ihrer. Denn sonst würde ich an Ihrer Stelle sitzen, Ihre Gedanken, Erinnerungen und Gefühle haben und damit eine auf mich zurollende Form verknüpfen.

Realitätserschaffung 10 Prozent plus

Wie können wir eine absichtliche Realitätsveränderung mit minimalen Annahmen beschreiben?
  1. Wir verändern unsere individuelle Realität. 
  2. Dies wirkt sich auf die Realität anderer Individuen aus. 
  3. Wir treffen auf Widerstände. 
  4. Wir finden Unterstützung. 
All das ist nichts Neues für ein konventionelles, nicht-magisches Weltbild. Das Wort "Realitätserschaffung" suggeriert jedoch mehr: Wir erschaffen auch das, was gewöhnlich als unabhängig von uns angesehen wird.

Selbstverantwortung und Selbstbefreiung

Ihre Weltsicht mit allem Drum und Dran haben nur Sie allein, denn es ist das, was Sie als Individuum ausmacht. Jeder andere sieht die Dinge anders, ziemlich anders, wenn man ihn genau fragt, auch wenn Sie sich in manchen Punkten mit ihm treffen. Entsprechend individuell sind auch Ihre Beweggründe für alles, was Sie sich wünschen und was Sie tun. Zwar versuchen wir Gemeinsamkeiten zu finden und herauszustellen, um uns geborgen zu fühlen oder der gegenseitigen Hilfe zu versichern, doch im Grunde wissen wir, wie wenig wir wirklich teilen. Genaugenommen gar nichts. Oder wenn wir "teilen" wörtlich nehmen, im Sinn von "zerteilen", dann teilen wir    alles - nämlich in individuelle Perspektiven, einzigartige Daseinsweisen, ureigene Gefühlsnoten.

Geht's auch einfacher?

Da Die Erschaffung der Realität mittlerweile in einer Neuausgabe erhältlich ist, wird es vielleicht Zeit für eine kleine Auswertung des Feedbacks zu diesem Buch und den begleitenden Artikeln.

Seit mein erster Artikel im damals themenoffenen "Magazin 2000" erschien, habe ich drei Leitz-Ordner voll Leserpost gesammelt. Darin findet sich fast gar keine inhaltliche Kritik. Stattdessen teilt sich die Leserschaft in zwei Lager: Die deutliche Mehrheit ist begeistert, fasziniert, beeindruckt, und eine Minderheit versteht nix. Kurz gesagt: Wer es versteht, findet es gut. Ich freue mich darüber, und seit ein Blick ins Buch möglich ist, sollte es eigentlich keine Fehlkäufe geben.

Radikaler Konstruktivismus - ein Hohlkörper?

Als Begründer des radikalen Konstruktivismus gilt Ernst von Glasersfeld.

Radikale Konstruktivisten sprechen nicht davon, dass wir Realität erschaffen, sondern dass wir Wirklichkeit konstruieren. Was ist der Unterschied?
 
„Realität erschaffen“ heißt letztlich alles erschaffen, ohne Ausnahme. „Wirklichkeit konstruieren“ heißt äußere „Störungen“ interpretieren und so Wirkungen formen.

Damit hat der Konstruktivist den kleineren Anspruch, aber um den Preis der Inkonsistenz. Er kommt nicht umhin, eine äußere Wirkursache einzubeziehen, die seine Konstruktion wesentlich bestimmt. Was diese offenbar vorstrukturierte Wirkung ausübt kann er jedoch grundsätzlich nicht erkennen und will er auch nicht wissen. Wichtig ist nur noch, was in den eigenen Lebenszusammenhängen nützlich ist, wobei „Nützlichkeit“ ebenso konstruiert und damit von jenem außenstehenden Etwas mitbestimmt ist usw.

Individualität und das physikalische Paradigma

Dieser Eintrag bezieht sich auf den Schlüsselartikel Dynamische Existenz in meinem Buch Bewusstsein und Realität.

Das physikalische Paradigma enthält ernste Verzerrungen beziehungsweise Inkonsistenzen:
  1. Das Hirn wird als der ultimative Wahrnehmende angesehen. Aber wer nimmt das Hirn wahr? Wiederum das Hirn? Das ist ein Zirkel, bei dem mein Konzept der Umschreibung ins Spiel kommt.
  2. Realität wird alles in allem als physisch betrachtet, und mit „physisch“ ist unser Paradigma gemeint. Daraus leitet sich eine begrenzte Sichtweise von Information ab. An dieser Stelle bietet mein Konzept der Infinitesimalstruktur eine tiefere Sicht an, aus der sich „Information“ ableitet.
  3. „Physisch“ bedeutet auch „objektiv“, und Objektivität wird als „nicht Teil des Beobachters“ aufgefasst. (Der Begriff „Beobachter“ beinhaltet schon dieses Missverständnis.)

Realität und Erschaffung ganz kurz

Alles bewegt sich. „Ruhe“ entsteht durch (annähernde) Wiederholung, das heißt durch Rotation bzw. einen Wechsel, der einen Bewusstseinsfokus bildet.

Dieser wiederum muss sich ebenfalls bewegen/wechseln (was sich beides nur in der Feinheit unterscheidet). Führt sein Wechsel psychisch, physisch oder geistig zu weit, reicht er ins Unterbewusste.

Zusammenhang wird somit durch den Wechsel des Bewusstseinsfokus hergestellt. Daher müssen in einer allzusammenhängenden Welt alle Fokusse wechselweise ineinander übergehen.

„Realität“ ist ein gemeinsames „Ziel“, ein Fokus, in den alle Beteiligten wechseln können und der ihnen als solcher, als potentieller, bewusst ist. Sein „Realitätsgrad“ ist die Wahrscheinlichkeit seines vollen Bewusstwerdens (oder einfacher: sein aktueller Bewusstheitsgrad).

Eine Realität wird demnach erschaffen, indem alle Teilnehmer deren Wahrscheinlichkeit bzw. Bewusstheit heben.


Fragen und Antworten zum Artikel Allgegenwärtiges Bewusstsein und Freier Wille

(der jetzt im Buch Bewusstsein und Realität: Warum wir einen freien Willen haben ist)

Ein Digest der Leserpost (2003)

 

Herr Janew, zu Ihren sehr interessanten logischen und theoretischen Ausführungen gibt es, denke ich, mittlerweile Entsprechungen in den nachmechanistischen Wissenschaften, z. B. die Theorie der morphogenetischen Felder von Rupert Sheldrake oder das Nullpunkts-Energiefeld nach Erwin Laszlo – plausible Erklärungen für bisher ungelöste Rätsel in der Biologie und Physik. Was halten Sie davon?