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| Claus Janew |
Skeptische Fragen, Überraschende Antworten
E. W. Ralph, Großbritannien
Das Streben nach Erkenntnis ist eine Liebeserklärung. Das Erlangen von Weisheit ihre Erwiderung. Die grundlegendste Struktur von Bewusstsein und Realität entschlüsselt und eine wirkliche Lösung für das Problem des freien Willens. Wer unterscheidet, entscheidet. Von Claus Janew
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| Claus Janew |
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| Claus Janew |
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| Claus Janew |
Edmund Husserls phänomenologische Beschreibungen* weisen viele Ähnlichkeiten zu meinen eigenen Überlegungen auf, beispielsweise wenn er von einem "Hof" (Halo), einem "Erlebnishorizont" (Gewahrsein) oder einem "zentralen Einheitspunkt" (neutraler Mittelpunkt) spricht. Dennoch treibt er die Allgegenwart der Mittelpunkt-Peripherie-Struktur nicht konsequent zur Infinitesimalstruktur weiter.
(der jetzt im Buch Bewusstsein und Realität: Warum wir einen freien Willen haben ist)
Ein Digest der Leserpost (2003)
Herr Janew, zu Ihren sehr interessanten logischen und theoretischen Ausführungen gibt es, denke ich, mittlerweile Entsprechungen in den nachmechanistischen Wissenschaften, z. B. die Theorie der morphogenetischen Felder von Rupert Sheldrake oder das Nullpunkts-Energiefeld nach Erwin Laszlo – plausible Erklärungen für bisher ungelöste Rätsel in der Biologie und Physik. Was halten Sie davon?
Es kann kein Vieles ohne dessen Einheit geben und kein Eines ohne Bestimmung durch Vielfalt.
Eines jedoch bedeutet Identität und diese ist in letzter Konsequenz, über alle „Stufen“ weitergedacht, ein Nullpunkt. Andererseits bedarf dieses infinitesimale Zentrum der Umschreibung durch Einzelheiten. Trotz deren Identität im Einssein müssen sie also auch als solche, als Individuen in die Umschreibung eingehen. Und als Individuen beinhalten sie selbst infinitesimale Zentren usw. Die Umschreibung eines Zentrums ist damit ein Wechseln zwischen Einzelpunkten.
Das heißt, in eine existierende Struktur gehen die Extreme sowohl der absoluten Identität als auch der absoluten Trennung ein. Deren Einheit muss daher auch in einem Wechsel bestehen - nun zwischen diesem gemeinsamen Identitätspunkt und dem Getrenntsein. Beide sind überhaupt nichts ohne diesen Wechsel, durch den sie erst bestimmt werden. Die so gebildete Einheit von Einem und Vielem wiederum hat ihr eigenes infinitesimales Identitätszentrum...
Das gilt für jeden Bereich und auf jeder Größenskala. Ein solches Kontinuum ist die Voraussetzung dauerhafter Objekte. Durch den allgegenwärtigen Wechsel der Extreme von Identität und Trennung ist jeder beliebige Punkt mit jedem anderen sowohl unmittelbar verknüpft als auch kontinuierlich vermittelt und von ihm unterschieden.